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Gehalt & Lohn

Teilzeit-Rechner 2026: Was bleibt netto bei weniger Stunden?

Vollzeitgehalt und Wunschstunden eingeben und sofort sehen, was bei Teilzeit netto übrig bleibt. Der Rechner zeigt: Das Netto sinkt dank Steuerprogression deutlich weniger stark als das Brutto.

100% kostenlosAktuelle Werte 2026DSGVO-konformZuletzt geprüft: 28. Juli 2026

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Bei 4.000 Euro brutto (40 Stunden, Steuerklasse I) bleiben 2.626 Euro netto. Wer auf 30 Stunden reduziert, verzichtet auf 1.000 Euro brutto, verliert aber nur 556 Euro netto. Das Netto sinkt wegen der Steuerprogression stets weniger stark als das Brutto: Bei halber Stundenzahl bleiben noch 57 Prozent des Vollzeit-Nettos.

§Ihre Angaben

Amtliche Sätze 2026

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Ihr Netto in Teilzeit

ca. 2.070 € / Monat

Ihr Brutto sinkt auf 3.000 €, Ihr Netto nur um 556 €. Weil Grenzsteuersatz und Progression sinken, steigt Ihr Netto je Stunde von 15,16 € auf 15,93 €.

Neues Monatsbrutto3.000 €
Netto in Vollzeit2.626 €
Netto in Teilzeit2.070 €
Netto-Verlust pro Monat556 €
Netto je Stunde (Vollzeit)15,16 €
Netto je Stunde (Teilzeit)15,93 €

Stand: Steuerjahr 2026 · Schätzung nach amtlichen Sätzen · keine Steuerberatung

Wichtige Themen auf einen Blick

Wie funktioniert der Teilzeit-Rechner?

Der Rechner kürzt Ihr Vollzeit-Brutto proportional zur Wunschstundenzahl und schickt das Ergebnis durch die komplette Lohnabrechnung 2026: Lohnsteuer nach Paragraf 32a EStG, Solidaritätszuschlag, Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Beispiel: 4.000 Euro brutto bei 40 Stunden ergeben bei 30 Stunden 3.000 Euro brutto und 2.070 Euro netto statt 2.626 Euro.

Die Formel für das Teilzeit-Brutto lautet: Vollzeit-Brutto mal Wunschstunden geteilt durch Vollzeitstunden. Das Netto berechnet sich daraus aber nicht proportional, denn der Steuertarif ist progressiv. Genau diesen Effekt zeigt der Rechner, und er ist fast immer eine gute Nachricht: Sie verlieren netto weniger, als die Stundenreduzierung vermuten lässt. Ihr exaktes Netto für jedes beliebige Brutto liefert der Brutto-Netto-Rechner.

Wie viel Netto bleibt bei 20, 25, 30 oder 35 Stunden?

Bei einem Vollzeitgehalt von 4.000 Euro brutto (40 Stunden, Steuerklasse I, Nordrhein-Westfalen, keine Kirchensteuer) bleiben 2.626 Euro netto im Monat. Die Tabelle zeigt für alle gängigen Teilzeitmodelle, was 2026 netto übrig bleibt und was die Reduzierung tatsächlich kostet:

Stunden/WocheBrutto/MonatNetto/MonatNetto-Verlust zu VollzeitNetto je Stunde
40 h (Vollzeit)4.000 €2.626 €0 €15,16 €
35 h3.500 €2.351 €275 €15,51 €
32 h3.200 €2.183 €443 €15,75 €
30 h3.000 €2.070 €556 €15,94 €
25 h2.500 €1.782 €844 €16,46 €
20 h2.000 €1.487 €1.139 €17,17 €

Netto je Stunde ist hier das Monatsnetto geteilt durch die Monatsstunden (Wochenstunden mal 4,33). Auffällig: Der Netto-Stundenlohn steigt mit sinkender Stundenzahl von 15,16 Euro auf 17,17 Euro, ein Plus von gut 13 Prozent. Jede Teilzeitstunde ist netto also mehr wert als eine Vollzeitstunde. Wie sich Ihr Stundenlohn aus Gehalt und Arbeitszeit berechnet, zeigt der Stundenlohn-Rechner.

Warum sinkt das Netto weniger stark als das Brutto?

Weil der Einkommensteuertarif progressiv ist: Bei halber Stundenzahl (20 statt 40 Stunden) halbiert sich das Brutto auf 2.000 Euro, das Netto sinkt aber nur auf 1.487 Euro, das sind 56,6 Prozent des Vollzeit-Nettos und damit 174 Euro mehr als die Hälfte. Die wegfallenden Gehaltsbestandteile waren die am höchsten besteuerten.

Der Grund steht in Paragraf 32a EStG: Der Grenzsteuersatz steigt mit dem Einkommen vom Eingangssteuersatz von 14 Prozent bis auf 42 Prozent. Wer reduziert, streicht sein Einkommen von oben, also dort, wo der Grenzsteuersatz am höchsten ist. Der Durchschnittssteuersatz auf das verbleibende Gehalt sinkt dadurch. Wie Grenz- und Durchschnittssteuersatz zusammenhängen, erklärt der Glossarbeitrag zur Steuerprogression.

Die Faustregel für 2026 lautet: Zwischen 75 und 90 Prozent der Vollzeit-Stunden kostet jede gestrichene Stunde bei mittleren Gehältern netto nur etwa 55 bis 60 Prozent dessen, was sie brutto wert ist. Im Beispiel sinkt das Brutto von 40 auf 30 Stunden um 25 Prozent, das Netto nur um 21,2 Prozent.

Rechenbeispiel: Von 40 auf 30 Stunden bei 4.000 Euro brutto

Eine Angestellte in Nordrhein-Westfalen (Steuerklasse I, keine Kirchensteuer) reduziert von 40 auf 30 Wochenstunden. Ihr Brutto sinkt um 1.000 Euro, ihr Netto nur um 556 Euro. So sieht die Rechnung 2026 aus:

PositionVollzeit 40 hTeilzeit 30 h
Brutto/Monat4.000 €3.000 €
Netto/Monat2.626 €2.070 €
Brutto-Verzicht-1.000 € (25,0 %)
Netto-Verlust-556 € (21,2 %)
Netto je Stunde15,16 €15,94 €

Von jedem verzichteten Brutto-Euro hätte sie ohnehin nur rund 56 Cent netto gesehen, der Rest wäre in Steuern und Sozialabgaben geflossen. Für 10 Stunden mehr Freizeit pro Woche, also gut 43 Stunden im Monat, zahlt sie effektiv 556 Euro netto, das sind knapp 13 Euro je gewonnene freie Stunde. Diese Rechnung ist die ehrliche Entscheidungsgrundlage, nicht der Blick auf das Brutto.

Wer hat Anspruch auf Teilzeit?

Einen gesetzlichen Anspruch auf unbefristete Teilzeit haben Sie nach Paragraf 8 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG), wenn Ihr Betrieb mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt und Ihr Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate besteht. Den Antrag müssen Sie spätestens 3 Monate vor dem gewünschten Beginn in Textform stellen, eine E-Mail genügt. Der Arbeitgeber darf nur aus betrieblichen Gründen ablehnen, etwa wenn die Organisation oder der Arbeitsablauf wesentlich beeinträchtigt würde.

Wer nicht dauerhaft reduzieren will, nutzt die Brückenteilzeit nach Paragraf 9a TzBfG: eine von vornherein befristete Teilzeit zwischen 1 und 5 Jahren mit garantiertem Rückkehrrecht zur alten Stundenzahl. Sie gilt in Betrieben mit mehr als 45 Arbeitnehmern. Die Unterschiede im Überblick:

KriteriumTeilzeit (§ 8 TzBfG)Brückenteilzeit (§ 9a TzBfG)
Betriebsgrößemehr als 15 Arbeitnehmermehr als 45 Arbeitnehmer
Wartezeit6 Monate Betriebszugehörigkeit6 Monate Betriebszugehörigkeit
Antragsfrist3 Monate vorher, Textform3 Monate vorher, Textform
Dauerunbefristetbefristet, 1 bis 5 Jahre
Rückkehr zu Vollzeitkein automatisches Rechtgarantiert nach Ablauf

Der wichtigste Unterschied ist die Rückkehr: Aus unbefristeter Teilzeit nach Paragraf 8 gibt es keinen Automatismus zurück zur Vollzeit, Sie werden bei frei werdenden Vollzeitstellen lediglich bevorzugt berücksichtigt. Bei der Brückenteilzeit ist die Rückkehr Teil der Vereinbarung.

Was passiert mit Sozialversicherung und Rente?

Teilzeit bleibt oberhalb der Minijob-Grenze voll sozialversicherungspflichtig: Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung laufen unverändert weiter, nur die Beiträge sinken mit dem Brutto. Liegt Ihr Teilzeit-Brutto unter 2.000 Euro im Monat, greift der Midijob-Übergangsbereich mit reduzierten Arbeitnehmerbeiträgen bei vollen Rentenansprüchen; was das konkret bringt, zeigt der Midijob-Rechner.

Bei der Rente gilt: Weniger Brutto bedeutet proportional weniger Entgeltpunkte. Wer statt 48.000 Euro nur 36.000 Euro im Jahr verdient, sammelt in diesem Jahr auch nur 75 Prozent der Entgeltpunkte. Über 10 Jahre Teilzeit summiert sich das spürbar. Wie viele Punkte und wie viel spätere Monatsrente Ihr Teilzeitgehalt bringt, rechnet der Rentenpunkte-Rechner aus. Auch Arbeitslosengeld, Krankengeld und Elterngeld orientieren sich am reduzierten Gehalt; wer nach der Elternzeit in Teilzeit plant, prüft die Auswirkungen vorab mit dem Elterngeld-Rechner.

Lohnt sich bei wenigen Stunden ein Minijob statt Teilzeit?

Nur bis rund 603 Euro im Monat, denn dort endet 2026 die Minijob-Grenze, das entspricht etwa 10 Wochenstunden zum Mindestlohn. Im Minijob ist der Verdienst zwar brutto gleich netto, dafür erwerben Sie ohne eigenen Rentenbeitrag kaum Rentenansprüche und sind über den Job nicht kranken- und arbeitslosenversichert. Was ein Minijob konkret bringt, zeigt der Minijob-Rechner.

Für alle Modelle ab etwa 15 Wochenstunden ist die sozialversicherungspflichtige Teilzeit die bessere Wahl: Sie bringt volle Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, und zwischen 603,01 und 2.000 Euro reduziert der Übergangsbereich die Arbeitnehmerbeiträge spürbar. Ein 20-Stunden-Job mit 2.000 Euro brutto im Beispiel oben liefert 1.487 Euro netto plus vollständige soziale Absicherung.

Was bringt Aufstocken von Teilzeit auf mehr Stunden?

Die Progression wirkt in beide Richtungen: Wer aufstockt, bekommt von jedem zusätzlichen Brutto-Euro weniger ausgezahlt als vom bisherigen Gehalt. Im Beispiel bringt der Schritt von 20 auf 25 Stunden 500 Euro mehr brutto und 295 Euro mehr netto, also 59 Cent je Brutto-Euro. Der Schritt von 35 auf 40 Stunden bringt bei gleichen 500 Euro brutto nur noch 275 Euro netto, also 55 Cent je Brutto-Euro.

Aufstocken lohnt sich netto trotzdem fast immer, nur eben etwas weniger, als das Brutto verspricht. Wichtig für Rückkehrer aus der Brückenteilzeit: Nach Paragraf 9a TzBfG kehren Sie automatisch zur vertraglich vereinbarten alten Stundenzahl zurück, ein neuer Antrag ist nicht nötig.

Wie ändert sich der Urlaubsanspruch in Teilzeit?

Entscheidend ist die Zahl der Arbeitstage pro Woche, nicht die Stundenzahl. Wer an 5 Tagen je 6 Stunden arbeitet, behält den vollen Urlaubsanspruch, zum Beispiel 30 Tage. Wer auf 4 Tage wechselt, erhält anteilig 24 Tage, bei 3 Tagen sind es 18 Tage. Die Formel: Urlaubstage bei Vollzeit mal eigene Arbeitstage geteilt durch betriebliche Arbeitstage.

Unterm Strich bleibt die freie Zeit gleich, denn ein Urlaubstag deckt bei kürzeren Arbeitstagen auch nur die kürzere Arbeitszeit ab. Ihren exakten Anspruch, auch bei einem Wechsel im laufenden Jahr, berechnet der Urlaubsanspruch-Rechner.

Welche typischen Fehler kosten bei Teilzeit Geld?

Fehler 1: Mit dem Brutto statt dem Netto planen. Wer denkt, 25 Prozent weniger Stunden bedeuten 25 Prozent weniger Geld, überschätzt den Verlust deutlich. Real sind es im Beispiel nur 21,2 Prozent netto, bei kleineren Reduzierungen noch weniger. Rechnen Sie vor dem Gespräch mit dem Arbeitgeber immer das Netto aus.

Fehler 2: Die Antragsfrist verpassen. Der Antrag nach Paragraf 8 TzBfG muss mindestens 3 Monate vor dem gewünschten Beginn in Textform vorliegen. Wer zu spät dran ist, verschiebt den Anspruch entsprechend nach hinten. Reagiert der Arbeitgeber nicht spätestens einen Monat vor Beginn schriftlich, gilt die gewünschte Verringerung übrigens als festgelegt.

Fehler 3: Unbefristet reduzieren, obwohl Brückenteilzeit möglich wäre. Ohne Befristung gibt es kein Rückkehrrecht auf Vollzeit. In Betrieben mit mehr als 45 Arbeitnehmern sichert die Brückenteilzeit von 1 bis 5 Jahren die alte Stundenzahl vertraglich ab, ein Vorteil, der nichts kostet.

Fehler 4: Die Rentenlücke ignorieren. Jedes Teilzeitjahr bringt proportional weniger Entgeltpunkte. Wer lange reduziert, sollte die Lücke kennen und gegebenenfalls mit Sonderzahlungen an die Rentenversicherung oder privater Vorsorge gegensteuern.

Fehler 5: Die Steuerklasse nicht prüfen. Bei Ehepaaren kann sich durch die Teilzeit das optimale Steuerklassen-Verhältnis verschieben, etwa von IV/IV zu III/V. Das ändert zwar nicht die Jahressteuer, wohl aber das monatliche Netto. Die Kombinationen vergleichen Sie im Brutto-Netto-Rechner.

Quellen

Jede Zahl dieses Rechners folgt diesen amtlichen Veröffentlichungen.

Fachlich geprüfte Berechnung

Alle Sätze und Formeln dieses Rechners folgen den amtlichen Veröffentlichungen für das Steuerjahr 2026 (siehe Quellen) und werden nach jeder Gesetzesänderung aktualisiert. Mehr dazu: So rechnen wir und unsere redaktionellen Standards.

Diesen Rechner kostenlos in Ihre Website einbetten

Code kopieren und einfügen. Der Rechner bleibt automatisch aktuell und passt seine Höhe selbst an. Die Quellenangabe darunter ist freiwillig, wir freuen uns aber darüber. Nutzung kostenlos, auch kommerziell. Mehr dazu unter Rechner einbetten.

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Häufige Fragen

1Wie viel Netto verlieren Sie bei 30 statt 40 Stunden?

Bei 4.000 Euro Vollzeit-Brutto (Steuerklasse I, NRW) sinkt das Brutto um 1.000 Euro auf 3.000 Euro, das Netto aber nur um 556 Euro von 2.626 auf 2.070 Euro. Der Netto-Verlust beträgt 21,2 Prozent, obwohl das Brutto um 25 Prozent sinkt.

2Warum steigt der Netto-Stundenlohn in Teilzeit?

Weil die Steuerprogression sinkt: Bei 4.000 Euro Vollzeit-Brutto bringt jede Stunde 15,16 Euro netto, bei 20 Wochenstunden sind es 17,17 Euro, gut 13 Prozent mehr. Die gestrichenen Gehaltsbestandteile waren mit dem höchsten Grenzsteuersatz belastet.

3Wer hat Anspruch auf Teilzeit?

Nach Paragraf 8 TzBfG jeder Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten, dessen Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate besteht. Der Antrag muss 3 Monate vor dem gewünschten Beginn in Textform gestellt werden, ablehnen darf der Arbeitgeber nur aus betrieblichen Gründen.

4Was ist Brückenteilzeit?

Eine nach Paragraf 9a TzBfG von vornherein auf 1 bis 5 Jahre befristete Teilzeit mit garantiertem Rückkehrrecht zur alten Stundenzahl. Sie gilt in Betrieben mit mehr als 45 Arbeitnehmern und muss ebenfalls 3 Monate vorher in Textform beantragt werden.

5Wie wirkt sich Teilzeit auf die Rente aus?

Proportional zum Verdienst: Wer statt 48.000 Euro nur 36.000 Euro im Jahr verdient, sammelt in diesem Jahr 25 Prozent weniger Entgeltpunkte. Die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung läuft in Teilzeit oberhalb der Minijob-Grenze normal weiter.

6Ab wann gilt der Midijob-Übergangsbereich in Teilzeit?

Bei einem Monatsbrutto unter 2.000 Euro. In diesem Übergangsbereich zahlen Sie reduzierte Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung, erwerben aber volle Rentenansprüche. Ein 20-Stunden-Job mit 2.000 Euro brutto liegt genau an der Grenze und wird regulär verbeitragt.

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