Wie viele Arbeitstage hat das Jahr 2026?
2026 hat je nach Bundesland 252 bis 254 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche von Montag bis Freitag, vor Abzug von Urlaub und Krankheit. Das Jahr zählt 365 Tage, davon fallen 261 auf einen Montag bis Freitag. Davon gehen 7 bundesweite Feiertage ab, die 2026 auf einen Wochentag fallen, plus je nach Bundesland weitere regionale Feiertage.
Die Rechnung ist simpel: 261 Werktage minus alle Feiertage, die auf Montag bis Freitag fallen. In Berlin ergibt das 254 Arbeitstage, in Nordrhein-Westfalen 253, in Bayern und Baden-Württemberg 252. Der Rechner oben nimmt Ihnen das Zählen ab und zieht auf Wunsch auch Urlaubs- und Krankheitstage ab.
Wichtig für die Steuer: Für die Pendlerpauschale zählen nur die Tage, an denen Sie tatsächlich zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren sind. Urlaub, Krankheit und Homeoffice-Tage gehen also von den 252 bis 254 Tagen noch ab.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitstagen, Werktagen und Kalendertagen?
2026 hat 365 Kalendertage, davon sind 261 Tage ein Montag bis Freitag, und davon bleiben nach Abzug der Feiertage 252 bis 254 Arbeitstage je Bundesland. Diese drei Begriffe werden im Alltag oft vermischt, meinen aber Unterschiedliches.
Kalendertage sind schlicht alle Tage des Jahres, inklusive Wochenenden und Feiertagen. Werktage umfassen im rechtlichen Sinn Montag bis Samstag, also auch den Samstag; dieser Begriff spielt etwa bei Kündigungs- und Lieferfristen eine Rolle. Arbeitstage sind dagegen die Tage, an denen Sie nach Ihrem Arbeitsvertrag tatsächlich arbeiten.
Für die Steuererklärung zählt allein die Zahl Ihrer persönlichen Arbeitstage mit Fahrt zur Arbeit. Der Rechner startet deshalb mit den 261 Montagen bis Freitagen des Jahres 2026, zieht die Feiertage Ihres Bundeslands ab und anschließend Ihre individuellen Urlaubs- und Krankheitstage.
Wie viele Arbeitstage hat Ihr Bundesland 2026?
Die Spanne reicht 2026 von 252 Arbeitstagen in Baden-Württemberg und Bayern bis 254 Arbeitstagen in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Der Unterschied entsteht durch regionale Feiertage, die auf einen Wochentag fallen. Die Tabelle zeigt alle 16 Bundesländer bei einer 5-Tage-Woche, vor Abzug von Urlaub:
| Bundesland | Arbeitstage 2026 (5-Tage-Woche) |
|---|---|
| Baden-Württemberg | 252 |
| Bayern | 252 |
| Berlin | 254 |
| Brandenburg | 254 |
| Bremen | 254 |
| Hamburg | 254 |
| Hessen | 253 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 254 |
| Niedersachsen | 254 |
| Nordrhein-Westfalen | 253 |
| Rheinland-Pfalz | 253 |
| Saarland | 253 |
| Sachsen | 253 |
| Sachsen-Anhalt | 253 |
| Schleswig-Holstein | 254 |
| Thüringen | 254 |
Maßgeblich ist das Bundesland Ihres Arbeitsorts, nicht Ihres Wohnorts. Wer in Hessen wohnt und in Bayern arbeitet, rechnet mit den bayerischen Feiertagen und damit mit 252 Arbeitstagen. Der Unterschied von bis zu 2 Tagen wirkt klein, macht bei 30 km Arbeitsweg aber immerhin 22,80 Euro Werbungskosten aus.
Acht Bundesländer teilen sich 2026 den Spitzenwert von 254 Arbeitstagen, sechs Länder liegen bei 253, nur Baden-Württemberg und Bayern bei 252. Wer im Süden arbeitet, hat also die meisten freien Tage, setzt dafür aber etwas weniger Fahrten ab.
Welche Feiertage kosten 2026 Arbeitstage?
7 bundesweite Feiertage fallen 2026 auf einen Montag bis Freitag und reduzieren die Arbeitstage in allen 16 Bundesländern. Zwei bundesweite Feiertage fallen dagegen auf einen Samstag und kosten Arbeitnehmer mit 5-Tage-Woche keinen freien Tag: der Tag der Deutschen Einheit (Samstag, 3.10.2026) und der 2. Weihnachtstag (Samstag, 26.12.2026).
| Feiertag 2026 | Datum | Wochentag |
|---|---|---|
| Neujahr | 1.1.2026 | Donnerstag |
| Karfreitag | 3.4.2026 | Freitag |
| Ostermontag | 6.4.2026 | Montag |
| Tag der Arbeit | 1.5.2026 | Freitag |
| Christi Himmelfahrt | 14.5.2026 | Donnerstag |
| Pfingstmontag | 25.5.2026 | Montag |
| 1. Weihnachtstag | 25.12.2026 | Freitag |
Dazu kommen je nach Bundesland regionale Feiertage, die den Unterschied zwischen 252 und 254 Arbeitstagen erklären. Viele dieser Feiertage liegen an einem Donnerstag oder Montag und eignen sich perfekt für ein langes Wochenende: Der Brückentage-Planer zeigt, wie Sie 2026 mit wenigen Urlaubstagen die meisten freien Tage herausholen.
Warum sind die Arbeitstage für die Pendlerpauschale so wichtig?
Weil jeder Arbeitstag mit Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte 0,38 Euro je Entfernungskilometer bringt: Die Pendlerpauschale beträgt 2026 einheitlich 0,38 Euro ab dem ersten Kilometer. Bei 20 km Arbeitsweg sind das 7,60 Euro pro Tag. Ob Sie 210 oder 230 Fahrttage ansetzen, macht dann bereits 152,00 Euro Werbungskosten aus.
Rechtsgrundlage ist Paragraf 9 EStG (Entfernungspauschale). Angesetzt wird die einfache Entfernung, nicht die gefahrene Strecke, und zwar einmal je Arbeitstag. In der Praxis akzeptieren Finanzämter bei einer 5-Tage-Woche meist 220 bis 230 Fahrten ohne Einzelnachweis. Das ist Verwaltungspraxis, keine feste gesetzliche Grenze.
Wer mehr Fahrttage angibt, muss sie belegen können, etwa mit einer Bescheinigung des Arbeitgebers oder einem Fahrtenkalender. Realistisch sind höhere Werte durchaus: Wer 2026 in Berlin arbeitet und nur 24 Urlaubstage nimmt, kommt rechnerisch auf 230 Fahrttage. Was neben der Pauschale noch absetzbar ist, zeigt die Übersicht Was kann ich absetzen?.
Wie stark die Entfernung durchschlägt, zeigt die folgende Tabelle. Gerechnet wird jeweils mit 223 Fahrttagen, dem Wert für Nordrhein-Westfalen mit 30 Urlaubstagen, und 0,38 Euro je Entfernungskilometer:
| Einfache Entfernung | Pauschale pro Tag | Werbungskosten bei 223 Tagen |
|---|---|---|
| 10 km | 3,80 € | 847,40 € |
| 20 km | 7,60 € | 1.694,80 € |
| 30 km | 11,40 € | 2.542,20 € |
| 50 km | 19,00 € | 4.237,00 € |
Schon ab mittleren Entfernungen übersteigt die Pendlerpauschale damit viele andere Werbungskostenposten deutlich. Umso wichtiger ist es, die Fahrttage korrekt und vollständig zu ermitteln, statt einfach eine runde Zahl einzutragen.
Rechenbeispiel: Pendlerin in NRW mit 30 Urlaubstagen
Eine Angestellte in Nordrhein-Westfalen mit 5-Tage-Woche, 30 Urlaubstagen und 20 km Arbeitsweg kommt 2026 auf 223 Fahrttage und 1.694,80 Euro Werbungskosten aus der Pendlerpauschale. So sieht die Rechnung Schritt für Schritt aus:
| Montage bis Freitage 2026 | 261 Tage |
| Feiertage auf Mo bis Fr (NRW) | -8 Tage |
| Arbeitstage NRW 2026 | 253 Tage |
| Urlaub | -30 Tage |
| Fahrttage | 223 Tage |
| Pendlerpauschale: 20 km x 0,38 € | 7,60 €/Tag |
| Werbungskosten: 223 x 7,60 € | 1.694,80 € |
Die 223 Fahrttage liegen im Rahmen der 220 bis 230 Tage, die Finanzämter üblicherweise ohne Nachweis durchwinken. Krankheitstage gehen zusätzlich ab: Bei 10 Krankheitstagen blieben 213 Fahrttage und 1.618,80 Euro. Wie viel Steuererstattung am Ende herauskommt, rechnet der Pendlerpauschale-Rechner mit Ihren Werten durch.
Wie zählen Homeoffice-Tage bei den Arbeitstagen?
Homeoffice-Tage zählen nicht als Fahrttage: Für Tage, an denen Sie überwiegend zu Hause arbeiten und die erste Tätigkeitsstätte nicht aufsuchen, gibt es keine Pendlerpauschale, dafür aber die Homeoffice-Pauschale von 6 Euro je Tag, maximal 1.260 Euro für 210 Tage im Jahr.
Beide Pauschalen für denselben Tag anzusetzen ist ausgeschlossen. Wer an 100 Tagen pendelt und an 120 Tagen zu Hause arbeitet, bekommt also 100 Tage Pendlerpauschale plus 720 Euro Homeoffice-Pauschale. Die Aufteilung lohnt sich fast immer, denn beide Beträge fließen als Werbungskosten in die Steuererklärung ein.
Der Homeoffice-Pauschale-Rechner zeigt, was Ihre Heimarbeitstage bringen. Ob Sie mit Pendel- und Homeoffice-Tagen zusammen über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag kommen, prüft der Werbungskosten-Rechner.
Praktischer Tipp für hybride Modelle: Notieren Sie Ihre Bürotage laufend im Kalender oder exportieren Sie sie aus dem Zeiterfassungssystem. Wer erst im Mai des Folgejahres rekonstruieren muss, an wie vielen der 253 möglichen Arbeitstage er tatsächlich gependelt ist, verschenkt schnell Geld oder riskiert Rückfragen des Finanzamts.
Wie rechnen Sie bei 4-Tage-Woche oder Teilzeit?
Bei weniger als 5 Arbeitstagen pro Woche sinkt die Zahl der Arbeitstage anteilig: Als Faustformel sind es bei einer 4-Tage-Woche rund vier Fünftel der Tabellenwerte, in NRW also überschlägig rund 202 statt 253 Tage. Der exakte Wert hängt davon ab, welcher Wochentag frei ist und wie viele Feiertage darauf fallen.
Der Rechner oben rechnet deshalb Wochenmodelle von 1 bis 6 Arbeitstagen einzeln durch. Für die Pendlerpauschale zählen ohnehin nur die tatsächlichen Fahrttage, das Wochenmodell ist nur der Startpunkt der Schätzung. Auch der Urlaubsanspruch verändert sich mit dem Wochenmodell: Der Urlaubsanspruch-Rechner rechnet Ihre Urlaubstage auf Teilzeitmodelle um.
Welche Fehler und Sonderfälle sollten Sie kennen?
Der häufigste Fehler: die vollen 252 bis 254 Arbeitstage in die Steuererklärung übernehmen, ohne Urlaub und Krankheit abzuziehen. Das Finanzamt vergleicht Ihre Angabe mit den üblichen 220 bis 230 Tagen und fragt bei auffällig hohen Werten nach. Wer dann keine Belege hat, riskiert eine Kürzung.
Zweiter Klassiker: Hin- und Rückfahrt doppelt ansetzen. Die Entfernungspauschale gilt je Entfernungskilometer der einfachen Strecke, einmal pro Arbeitstag. Bei 20 km Arbeitsweg rechnen Sie mit 20 km, nicht mit 40 km. Auch wer mittags nach Hause fährt, darf den Tag nur einmal zählen.
Dritter Fehler: Homeoffice-Tage als Fahrttage mitzählen. Ein Tag ist entweder ein Fahrttag mit Pendlerpauschale oder ein Heimarbeitstag mit 6 Euro Homeoffice-Pauschale, nie beides. Arbeitgeberbescheinigungen über Anwesenheitstage schaffen im Zweifel Klarheit.
Sonderfälle: Bei Dienstreisen und Auswärtstätigkeit gilt statt der Entfernungspauschale das Reisekostenrecht mit tatsächlichen Fahrtkosten und Verpflegungspauschalen, die der Verpflegungsmehraufwand-Rechner ermittelt. Wer unterjährig den Job wechselt oder in Elternzeit geht, zählt die Fahrttage je Arbeitsverhältnis einzeln. Details zur Entfernungspauschale veröffentlicht das Bundesfinanzministerium in seinen BMF-Schreiben.
Auch Fahrgemeinschaften und Bahnpendler profitieren: Die Entfernungspauschale gibt es unabhängig vom Verkehrsmittel, also auch für Mitfahrer, Radfahrer und Fußgänger. Es zählt allein die einfache Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte auf der kürzesten oder verkehrsgünstigsten Straßenverbindung, multipliziert mit Ihren tatsächlichen Fahrttagen. So wird aus der korrekten Arbeitstage-Zahl am Ende bares Geld in der Steuererklärung.