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Entnahmeplan-Rechner: Wie lange reicht Ihr Kapital?

Berechnen Sie in 30 Sekunden, wie lange Ihr Kapital bei monatlicher Entnahme reicht. Der Rechner zeigt Reichweite, Zinsanteil und die Schwelle, ab der das Kapital dauerhaft erhalten bleibt.

100% kostenlosAktuelle Werte 2026DSGVO-konformZuletzt geprüft: 28. Juli 2026

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Ein Entnahmeplan zeigt, wie lange ein Kapital bei regelmäßiger Entnahme und Verzinsung reicht. 200.000 Euro bei 1.000 Euro Entnahme im Monat und 3 Prozent Zins reichen rund 278 Monate, also 23 Jahre und 2 Monate. Insgesamt entnehmen Sie 278.000 Euro, davon 78.000 Euro allein aus Zinsen.

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So lange reicht Ihr Kapital

23 Jahre und 2 Monate

Danach ist das Kapital aufgebraucht. Gerechnet wird mit monatlicher Verzinsung, gleichbleibendem Zinssatz und Entnahme am Monatsende, vor Steuern.

Reichweite23 Jahre und 2 Monate
Entnommen gesamt278.000 €
Davon aus Zinsen78.000 €

Entnahmeplan mit monatlicher Verzinsung · Schätzung vor Steuern · keine Anlageberatung

Wichtige Themen auf einen Blick

Wie funktioniert ein Entnahmeplan?

Ein Entnahmeplan rechnet aus, wie lange ein Startkapital reicht, wenn Sie monatlich einen festen Betrag entnehmen und der Rest weiter verzinst wird. 200.000 Euro bei 1.000 Euro Entnahme im Monat und 3 Prozent Zins pro Jahr reichen rund 278 Monate, also 23 Jahre und 2 Monate. Danach ist das Kapital rechnerisch aufgebraucht.

Der Mechanismus ist ein Wettlauf zwischen Zins und Entnahme. Jeden Monat kommt Zins auf das verbliebene Kapital hinzu, und jeden Monat geht Ihre Entnahme ab. Solange der Zins einen Teil der Entnahme trägt, sinkt das Kapital nur langsam. Bei 200.000 Euro und 3 Prozent sind das im ersten Monat 500 Euro Zins, die Ihre Entnahme von 1.000 Euro zur Hälfte finanzieren.

Der Rechner oben nutzt die Rentenbarwertformel mit monatlicher Verzinsung. Er teilt den Jahreszins durch zwölf, verzinst das Restkapital Monat für Monat und zieht am Monatsende die Entnahme ab, bis der Bestand null erreicht. Das Ergebnis ist eine vereinfachte Modellrechnung, keine Anlageberatung, und lässt Steuern sowie Inflation bewusst außen vor.

Wie schnell ein Kapital überhaupt durch Zins und Zinseszins wächst, sehen Sie im Zinseszins-Rechner. Der Entnahmeplan ist gewissermaßen das Gegenstück: Hier arbeitet der Zinseszins gegen die Entnahme, statt reines Wachstum aufzubauen.

Drei Größen steuern das Ergebnis: das Startkapital, die monatliche Entnahme und der Zinssatz. Steigt das Kapital, wächst die Reichweite proportional. Steigt die Entnahme, sinkt sie überproportional. Und der Zins entscheidet, wie viel von der Entnahme aus Erträgen statt aus der Substanz kommt. Verändern Sie im Rechner eine dieser Größen, sehen Sie sofort, wie empfindlich die Laufzeit reagiert.

Wann bleibt das Kapital dauerhaft erhalten?

Das Kapital bleibt vollständig erhalten, wenn Ihre monatliche Entnahme den monatlichen Zinsertrag nicht übersteigt. Bei 200.000 Euro und 3 Prozent Zins liegt diese Schwelle bei genau 500 Euro im Monat. Entnehmen Sie 500 Euro oder weniger, zehren Sie nie an der Substanz. Fachlich heißt dieser Grenzfall „ewige Rente“.

Die Formel dafür ist einfach: mögliche Dauerentnahme = Kapital × Monatszins. Der Monatszins ist der Jahreszins geteilt durch zwölf. Bei 3 Prozent sind das 0,25 Prozent im Monat, und 0,25 Prozent von 200.000 Euro ergeben 500 Euro. Genau bis zu diesem Betrag deckt der Zins die Entnahme, und der Bestand bleibt konstant.

Liegt Ihre Entnahme darüber, greifen Sie jeden Monat ein Stück Substanz an, und das Kapital ist nach endlicher Zeit aufgebraucht. Die folgende Tabelle zeigt, wie hoch die Dauerentnahme bei 200.000 Euro je nach Zinssatz ausfällt.

Zinssatz pro JahrMonatszinsMögliche Dauerentnahme / Monat
1 %0,0833 %166,67 €
2 %0,1667 %333,33 €
3 %0,2500 %500,00 €
4 %0,3333 %666,67 €
5 %0,4167 %833,33 €

Ein höherer Zins hebt die Schwelle also spürbar an. Verdoppelt sich der Zins von 3 auf 6 Prozent, verdoppelt sich auch die mögliche Dauerentnahme. Die Höhe der Zinsen orientiert sich am allgemeinen Zinsniveau, das die Deutsche Bundesbank laufend dokumentiert und das über die Jahre stark schwankt.

Wie lange reicht mein Kapital bei welcher Entnahme?

Je höher die Entnahme über der Zinsschwelle liegt, desto schneller ist das Kapital verbraucht. Bei 200.000 Euro und 3 Prozent Zins reichen 700 Euro im Monat fast 42 Jahre, 1.000 Euro gut 23 Jahre und 2.000 Euro nur noch knapp 10 Jahre. Der Zusammenhang ist nicht linear, sondern fällt anfangs steil.

Monatliche EntnahmeReichweiteEntnommen gesamtDavon aus Zinsen
500 €dauerhaft (ewige Rente)
700 €41 Jahre 10 Monate351.400 €151.400 €
1.000 €23 Jahre 2 Monate278.000 €78.000 €
1.500 €13 Jahre 7 Monate244.500 €44.500 €
2.000 €9 Jahre 8 Monate232.000 €32.000 €
3.000 €6 Jahre 2 Monate222.000 €22.000 €

Beachten Sie die Spalte „Davon aus Zinsen“. Bei einer knappen Entnahme von 700 Euro trägt der Zins mit 151.400 Euro sogar mehr zur Auszahlung bei als das eingesetzte Kapital von 200.000 Euro. Bei hoher Entnahme von 3.000 Euro ist die Zeit dagegen zu kurz, als dass viel Zins entstehen könnte, und der Zinsbeitrag schrumpft auf 22.000 Euro.

Genau hier liegt die praktische Botschaft: Wer die Entnahme nahe an der Zinsschwelle hält, lässt das Kapital für sich arbeiten und verlängert die Reichweite überproportional. Jeder Euro weniger Entnahme im Bereich knapp über der Schwelle bringt viele zusätzliche Monate. Umgekehrt kostet jeder Euro mehr Entnahme über der Schwelle spürbar Zeit.

Ob Ihr geplantes Kapital für ein Ziel ausreicht oder wie viel Sie dafür ansparen müssen, prüfen Sie mit dem Sparziel-Rechner. Wie groß Ihre Versorgungslücke im Ruhestand ausfällt, zeigt der Rentenlücke-Rechner.

Rechenbeispiel: 200.000 Euro, 1.000 Euro Entnahme, 3 Prozent

Ein Sparer mit 200.000 Euro Kapital entnimmt 1.000 Euro im Monat und erzielt 3 Prozent Zins pro Jahr. Das Kapital reicht 278 Monate, also 23 Jahre und 2 Monate. In dieser Zeit fließen ihm 278.000 Euro zu, obwohl er nur 200.000 Euro eingesetzt hat. Die Differenz von 78.000 Euro stammt aus den Zinsen. Der vollständige Rechenweg:

RechenschrittWert
Kapital zu Beginn200.000 €
Monatliche Entnahme1.000 €
Zinssatz pro Jahr3,0 %
Monatszins (3 % ÷ 12)0,25 %
Zinsertrag im 1. Monat (0,25 % von 200.000 €)500,00 €
Reichweite nach Rentenbarwertformel278 Monate
entspricht23 Jahre 2 Monate
Entnommen gesamt (1.000 € × 278)278.000 €
Davon aus Zinsen (278.000 € − 200.000 €)78.000 €

Der Rechenkern ist die Rentenbarwert- beziehungsweise Annuitätenformel der Finanzmathematik. Sie löst die Frage, nach wie vielen Monaten das Restkapital null erreicht, wenn jeden Monat verzinst und danach entnommen wird. Weil der Zinsertrag mit sinkendem Bestand kleiner wird, verläuft der Abbau anfangs langsam und beschleunigt sich zum Ende hin.

Im Beispiel deckt der Zins am Anfang mit 500 Euro die halbe Entnahme. In den letzten Monaten vor der Erschöpfung ist das Restkapital so klein, dass der Zins kaum noch etwas beiträgt und die vollen 1.000 Euro aus der Substanz kommen. Dieser Effekt erklärt, warum der Zinsbeitrag von 78.000 Euro über die gesamte Laufzeit erheblich ist, obwohl er gegen Ende versiegt.

Zum Vergleich der Fall ohne Zins: Ganz ohne Verzinsung wären 200.000 Euro bei 1.000 Euro Entnahme nach genau 200 Monaten aufgebraucht, also nach 16 Jahren und 8 Monaten. Die 3 Prozent Zins verlängern die Reichweite auf 278 Monate und damit um mehr als sechs Jahre. Dieser Unterschied von 78 Monaten ist der reine Beitrag des Zinseszinses zur Auszahlungsdauer.

Welche Rolle spielen Steuern und Inflation?

Der Rechner arbeitet vor Steuern und ohne Inflation, in der Wirklichkeit mindern beide das Ergebnis. Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Und die Inflation senkt Jahr für Jahr die Kaufkraft Ihrer gleichbleibenden Entnahme.

Bei der Steuer sind nur die Zinserträge betroffen, nicht das entnommene Kapital selbst. Die 78.000 Euro Zinsen aus dem Beispiel fallen grundsätzlich unter die Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 EStG und werden mit dem gesonderten Steuersatz von 25 Prozent nach § 32d EStG belastet. Wie hoch die tatsächliche Abzugslast nach Sparerpauschbetrag und Soli ausfällt, rechnet der Abgeltungssteuer-Rechner.

Die Inflation wirkt subtiler, aber über zwei Jahrzehnte gewaltig. Bei 2 Prozent jährlicher Teuerung haben 1.000 Euro Entnahme nach 23 Jahren nur noch die Kaufkraft von rund 630 Euro von heute. Die nominale Auszahlung bleibt gleich, doch Sie können sich immer weniger davon leisten. Diesen Kaufkraftverlust beziffert der Inflationsrechner.

Wer die Kaufkraft konstant halten will, muss die Entnahme jährlich an die Inflation anpassen, was die Reichweite verkürzt. Der Rechner oben bildet diese dynamische Anpassung nicht ab. Sein Ergebnis ist deshalb als nominale Obergrenze zu lesen, die reale Reichweite fällt bei steigender Entnahme kürzer aus.

Welche Grenzen hat diese Modellrechnung?

Das Modell unterstellt einen konstanten Zinssatz und eine feste Entnahme über die gesamte Laufzeit, beides trifft in der Praxis selten exakt zu. Der Rechner ist eine vereinfachte Modellrechnung und keine Anlageberatung. Vier Annahmen sollten Sie kennen, bevor Sie das Ergebnis auf Ihre eigene Planung übertragen.

Erstens der feste Zins: Reale Guthaben und Wertpapierdepots schwanken. Ein Festgeld liefert einen planbaren Zins, ein Aktiendepot dagegen mal mehr, mal weniger, im schlechten Fall sogar Verluste. Fällt der Zins unter die Modellannahme, reicht das Kapital kürzer als berechnet.

Zweitens die Reihenfolge der Erträge: Bei schwankenden Renditen ist entscheidend, ob magere Jahre am Anfang oder am Ende der Entnahme liegen. Frühe Verluste treffen ein noch großes Kapital und verkürzen die Reichweite stärker, als der Durchschnittszins vermuten lässt. Dieser Effekt lässt sich mit einem festen Zinssatz nicht abbilden.

Drittens die feste Entnahme: Das Modell rechnet mit einem gleichbleibenden Monatsbetrag. Wer flexibel entnimmt, in guten Jahren mehr und in schlechten weniger, schont die Substanz und verlängert die Reichweite gegenüber der starren Rechnung.

Viertens Steuern und Inflation, die wie beschrieben außen vor bleiben. Nutzen Sie das Ergebnis daher als groben Orientierungswert für die Größenordnung, nicht als exakte Prognose. Für die konkrete Umsetzung mit Ihrer Steuersituation und Ihrem Anlagemix ist eine individuelle Beratung sinnvoll.

Sinnvoll ist es, den Entnahmeplan regelmäßig neu zu rechnen, statt sich einmalig auf einen Wert festzulegen. Prüfen Sie jährlich, wie hoch Ihr tatsächlicher Zins ausfiel und wie viel Kapital noch vorhanden ist, und passen Sie die Entnahme an. So gleichen Sie schwache Börsenjahre aus und verhindern, dass die Substanz schneller schmilzt als geplant. Ein konservativ angesetzter Zins schafft dabei zusätzlichen Puffer für unerwartete Ausgaben.

Quellen

Jede Zahl dieses Rechners folgt diesen amtlichen Veröffentlichungen.

Fachlich geprüfte Berechnung

Alle Sätze und Formeln dieses Rechners folgen den amtlichen Veröffentlichungen für das Steuerjahr 2026 (siehe Quellen) und werden nach jeder Gesetzesänderung aktualisiert. Mehr dazu: So rechnen wir und unsere redaktionellen Standards.

Diesen Rechner kostenlos in Ihre Website einbetten

Code kopieren und einfügen. Der Rechner bleibt automatisch aktuell und passt seine Höhe selbst an. Die Quellenangabe darunter ist freiwillig, wir freuen uns aber darüber. Nutzung kostenlos, auch kommerziell. Mehr dazu unter Rechner einbetten.

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Häufige Fragen

1Wie lange reichen 200.000 Euro bei 1.000 Euro Entnahme im Monat?

Bei 3 Prozent Zins pro Jahr reichen 200.000 Euro rund 278 Monate, also 23 Jahre und 2 Monate. Insgesamt fließen Ihnen 278.000 Euro zu, davon 78.000 Euro aus Zinsen. Ohne jeden Zins wären 200.000 Euro schon nach 200 Monaten aufgebraucht. Der Zins verlängert die Reichweite hier also um mehr als sechs Jahre.

2Was bedeutet die ewige Rente beim Entnahmeplan?

Ewige Rente heißt, dass Ihre Entnahme den monatlichen Zinsertrag nicht übersteigt und das Kapital deshalb nie sinkt. Die Schwelle berechnen Sie als Kapital mal Monatszins. Bei 200.000 Euro und 3 Prozent Zins sind das 500 Euro im Monat. Bis zu diesem Betrag entnehmen Sie nur die Zinsen und die Substanz bleibt vollständig erhalten.

3Wie berechnet der Entnahmeplan die Reichweite?

Der Rechner nutzt die Rentenbarwert- beziehungsweise Annuitätenformel mit monatlicher Verzinsung. Er teilt den Jahreszins durch zwölf, verzinst das Restkapital jeden Monat und zieht danach die Entnahme ab, bis der Bestand null erreicht. Weil der Zinsertrag mit sinkendem Kapital kleiner wird, verläuft der Abbau anfangs langsam und beschleunigt sich zum Ende der Laufzeit.

4Sind Steuern und Inflation im Entnahmeplan berücksichtigt?

Nein. Der Rechner ist eine vereinfachte Modellrechnung vor Steuern und ohne Inflation. In der Realität unterliegen die Zinserträge der Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Soli (§ 20, § 32d EStG), und die Inflation senkt die Kaufkraft der gleichbleibenden Entnahme. Beides verkürzt die reale Reichweite gegenüber dem nominalen Ergebnis. Es handelt sich nicht um eine Anlageberatung.

5Warum reicht das Kapital bei höherem Zins deutlich länger?

Weil der Zins einen Teil jeder Entnahme finanziert, statt sie voll aus der Substanz zu nehmen. Bei 200.000 Euro und 3 Prozent deckt der Zins im ersten Monat 500 Euro der 1.000-Euro-Entnahme. Steigt der Zins, deckt er einen größeren Anteil, und das Kapital schmilzt langsamer. Ab der Zinsschwelle bleibt das Kapital sogar dauerhaft erhalten.

6Was passiert, wenn ich die monatliche Entnahme erhöhe?

Die Reichweite sinkt überproportional, weil Sie zusätzlich zur Substanz auch künftige Zinserträge verlieren. Bei 200.000 Euro und 3 Prozent reichen 1.000 Euro rund 23 Jahre, 1.500 Euro nur noch gut 13 Jahre und 2.000 Euro knapp 10 Jahre. Je näher die Entnahme an der Zinsschwelle bleibt, desto stärker verlängert jeder eingesparte Euro die Laufzeit.

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