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Zinseszins-Rechner: So wächst Ihr Geld

Berechnen Sie in 30 Sekunden, wie stark Ihr Erspartes wächst. Der Rechner zeigt Endkapital, Zinsertrag und die Abgeltungssteuer für jedes Jahr Ihrer Laufzeit.

100% kostenlosAktuelle Werte 2026DSGVO-konformZuletzt geprüft: 28. Juli 2026

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Der Zinseszins-Rechner zeigt: 10.000 Euro Startkapital plus 200 Euro monatlich wachsen bei 5 Prozent Zins in 20 Jahren auf 109.333 Euro. Eingezahlt haben Sie davon nur 58.000 Euro, die restlichen 51.333 Euro stammen aus Zinsen und Zinseszinsen. Auf die Erträge fallen 25 Prozent Abgeltungssteuer an, 1.000 Euro pro Jahr bleiben steuerfrei.

§Zinseszinsrechner

Amtliche Sätze 2026

Kostenlos · Ihre Eingaben verlassen den Browser nicht

Ihr Endkapital nach der Laufzeit

ca. 109.333 €

Davon sind 51.333 € reiner Zinsertrag. Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass Ihre Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften und das Wachstum mit jedem Jahr schneller wird. Gerechnet mit monatlicher Verzinsung.

Eingezahlt (Startkapital + Sparraten)58.000 €
Zinsertrag51.333 €
Endkapital109.333 €

So wächst Ihr Kapital

27k55k82k109k4 J.8 J.12 J.16 J.20 J.
Kapital mit ZinseszinsEingezahlt

Verlauf Jahr für Jahr

JahrEinzahlung kumuliertKapital
112.400 €12.967 €
214.800 €16.087 €
317.200 €19.365 €
419.600 €22.812 €
522.000 €26.435 €
624.400 €30.243 €
726.800 €34.246 €
829.200 €38.454 €
931.600 €42.877 €
1034.000 €47.527 €
1136.400 €52.414 €
1238.800 €57.551 €
1341.200 €62.951 €
1443.600 €68.628 €
1546.000 €74.595 €
1648.400 €80.867 €
1750.800 €87.460 €
1853.200 €94.390 €
1955.600 €101.675 €
2058.000 €109.333 €

Modellrechnung mit monatlicher Verzinsung · vor Inflation · keine Anlageberatung

Was Ihr Ergebnis bedeutet

1

47 % Ihres Endkapitals stammen aus Zinsen

51.333 € Ertrag auf 58.000 € Einzahlungen. Je länger die Laufzeit, desto größer wird dieser Anteil - Zeit ist der wichtigste Hebel.

2

Ihr Kapital verdoppelt sich rechnerisch alle ca. 14 Jahre

Die 72er-Regel: 72 geteilt durch 5,0 % Zins ergibt rund 14,4 Jahre pro Verdopplung (ohne weitere Einzahlungen).

Wichtige Themen auf einen Blick

Wie funktioniert der Zinseszins-Rechner?

Der Zinseszins-Rechner verzinst Ihr Kapital Monat für Monat und legt die Zinsen sofort wieder mit an. 10.000 Euro Startkapital und 200 Euro monatliche Sparrate ergeben bei 5 Prozent Zins nach 20 Jahren 109.333 Euro. Eingezahlt haben Sie in dieser Zeit 58.000 Euro, die übrigen 51.333 Euro sind Zinsertrag.

Der Zinseszinseffekt entsteht, weil die Zinsen des ersten Jahres im zweiten Jahr selbst Zinsen tragen. Im ersten Jahr wirft das Beispiel 567 Euro Zinsen ab, im zwanzigsten Jahr sind es 5.258 Euro. Das ist der neunfache Betrag, obwohl der Zinssatz die ganze Zeit unverändert bei 5 Prozent liegt.

Der Rechner unterstellt eine monatliche Verzinsung und bucht Ihre Sparrate jeweils am Monatsende ein. Das entspricht der üblichen Praxis bei Tagesgeld- und Sparplänen. Ergebnisse sind Modellrechnungen vor Inflation und keine Anlageberatung.

Wie lautet die Zinseszinsformel?

Die Zinseszinsformel für ein Startkapital lautet Endkapital = Startkapital mal (1 + Zinssatz) hoch Anzahl der Jahre. Aus 10.000 Euro werden bei 5 Prozent nach 20 Jahren also 10.000 mal 1,05 hoch 20 = 26.533 Euro, ganz ohne weitere Einzahlung.

Kommt eine monatliche Sparrate hinzu, rechnet der Rechner zwei Bausteine getrennt und addiert sie. Der erste Baustein ist das verzinste Startkapital, der zweite Baustein ist die Rentenformel für die Sparraten: Sparrate mal ((1 + Monatszins) hoch Monate minus 1) geteilt durch den Monatszins.

GrößeBedeutungWert im Beispiel
StartkapitalBetrag, der von Beginn an verzinst wird10.000,00 €
SparrateEinzahlung am Ende jedes Monats200,00 €
Zinssatz p. a.Jahreszins, intern durch 12 geteilt5,00 %
Monatszins5 % geteilt durch 120,4167 %
Laufzeit20 Jahre = 240 Verzinsungsmonate240 Monate
EndkapitalErgebnis beider Bausteine109.333,14 €

Ein Zinssatz von 5 Prozent pro Jahr ist im Rechner eine Annahme, kein garantierter Wert. Für Festgeld gilt der vereinbarte Zins, bei Aktienfonds schwankt die Rendite und kann auch negativ sein.

Was zieht der Fiskus von Ihren Zinsen ab?

Von Ihren Kapitalerträgen behält die Bank 25 Prozent Abgeltungssteuer ein, dazu 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer selbst. Zusammen sind das 26,375 Prozent. Rechtsgrundlage ist § 32d Abs. 1 EStG, der wörtlich bestimmt: die Einkommensteuer für Einkünfte aus Kapitalvermögen beträgt 25 Prozent.

Steuerfrei bleiben die ersten 1.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr, bei zusammen veranlagten Ehegatten 2.000 Euro. Dieser Sparer-Pauschbetrag steht in § 20 Abs. 9 EStG und wird nur genutzt, wenn Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank ab dem ersten Euro Steuer ab (§ 44a Abs. 1 EStG).

Sind Sie Mitglied einer Kirche, kommt Kirchensteuer hinzu. Sie beträgt 8 Prozent in Bayern und Baden-Württemberg und 9 Prozent in den übrigen Bundesländern, wird aber nicht einfach aufgeschlagen: Nach der Formel des § 32d Abs. 1 EStG sinkt die Kapitalertragsteuer im Gegenzug leicht ab. Die Details rechnet der Kirchensteuer-Rechner aus.

Wichtig für Sparer mit kleinen Erträgen: Die Milderungsregelung des Solidaritätszuschlags gilt bei Kapitalerträgen nicht. § 4 Satz 3 SolZG ordnet für die Einkommensteuer nach § 32d EStG ausdrücklich 5,5 Prozent an, ungeachtet der Milderung in Satz 2. Auf Zinsen zahlen Sie den Soli also in voller Höhe, auch wenn er auf Ihr Gehalt nicht mehr anfällt.

Welche Steuersätze und Freibeträge gelten 2026?

2026 gelten für Kapitalerträge 25 Prozent Abgeltungssteuer, 1.000 Euro Sparer-Pauschbetrag und ein Basiszins von 3,20 Prozent für die Vorabpauschale. Diese Tabelle fasst alle Werte mit ihrer Rechtsgrundlage zusammen.

Größe 2026WertRechtsgrundlage
Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge25,000 %§ 32d Abs. 1 EStG
Solidaritätszuschlag auf die Steuer5,5 %§ 4 SolZG
Effektiv ohne Kirchensteuer26,375 %25 % × 1,055
Effektiv mit 8 % Kirchensteuer (BY, BW)27,82 %§ 32d Abs. 1 EStG
Effektiv mit 9 % Kirchensteuer28,00 %§ 32d Abs. 1 EStG
Sparer-Pauschbetrag, Einzelveranlagung1.000 € / Jahr§ 20 Abs. 9 EStG
Sparer-Pauschbetrag, Zusammenveranlagung2.000 € / Jahr§ 20 Abs. 9 Satz 2 EStG
Basiszins für die Vorabpauschale 20263,20 %BMF-Schreiben v. 13.01.2026
Teilfreistellung Aktienfonds (Privatvermögen)30 %§ 20 InvStG

Der Steuerhaken im Rechner arbeitet mit den 25 Prozent aus § 32d Abs. 1 EStG und lässt Soli und Kirchensteuer bewusst außen vor. Für die Abrechnung Ihrer Bank rechnen Sie daher mit 26,375 Prozent statt 25 Prozent; wie viel das exakt ausmacht, zeigt der Abgeltungssteuer-Rechner.

Rechenbeispiel: 10.000 Euro Startkapital und 200 Euro im Monat

Aus 10.000 Euro Startkapital und 200 Euro monatlicher Sparrate werden bei 5 Prozent Zins in 20 Jahren 109.333,14 Euro. Der entscheidende Punkt: Der Zinsanteil wächst nicht gleichmäßig, sondern beschleunigt sich mit jedem Jahr. Die folgende Tabelle zeigt denselben Sparplan an fünf Stichtagen.

Nach JahrEingezahltKapitalDavon Zinsertrag
112.400,00 €12.967,39 €567,39 €
522.000,00 €26.434,80 €4.434,80 €
1034.000,00 €47.526,55 €13.526,55 €
1546.000,00 €74.594,83 €28.594,83 €
2058.000,00 €109.333,14 €51.333,14 €

Lesen Sie die Tabelle von unten nach oben: In den ersten zehn Jahren entstehen 13.527 Euro Zinsen, in den zweiten zehn Jahren 37.807 Euro. Die zweite Hälfte der Laufzeit bringt fast das Dreifache der ersten Hälfte, bei identischer Sparrate.

Nach 20 Jahren sind 47 Prozent des Endkapitals Zinsertrag. Wer denselben Sparplan 30 Jahre durchhält, dreht das Verhältnis vollständig: Aus 200 Euro monatlich ohne Startkapital werden in 30 Jahren 166.452 Euro, von denen nur 72.000 Euro aus eigener Tasche stammen.

Wie viel kostet die Abgeltungssteuer beim Zinseszins?

Im Beispiel kostet die Abgeltungssteuer 9.698 Euro Endkapital, obwohl über die 20 Jahre nur 7.490 Euro Steuer tatsächlich gezahlt werden. Die Differenz von 2.208 Euro ist der Zinseszins, der auf dem abgeführten Geld nicht mehr entstehen konnte. Jeder Euro Steuer kostet Sie also mehr als einen Euro Endvermögen.

PositionOhne SteuerabzugMit Abgeltungssteuer
Eingezahlt (Start + Raten)58.000,00 €58.000,00 €
Zinsertrag über 20 Jahre51.333,14 €41.634,65 €
Gezahlte Abgeltungssteuer0,00 €7.489,76 €
Endkapital nach 20 Jahren109.333,14 €99.634,65 €
Unterschied im Endkapital9.698,48 €

Gerechnet ist hier mit 25 Prozent auf den Jahresertrag oberhalb des Sparer-Pauschbetrags von 1.000 Euro. In diesem Sparplan bleibt der Ertrag genau drei Jahre unter der Grenze: Im vierten Jahr erreicht er 1.047 Euro, und ab da fällt jedes Jahr Steuer an.

Der Rechner zieht die Steuer jedes Jahr ab, wie es bei einem verzinsten Konto tatsächlich passiert. Bei einem thesaurierenden ETF wird stattdessen nur die Vorabpauschale jährlich besteuert, der große Rest erst beim Verkauf. Diese Stundung ist ein realer Vorteil, den dieser Rechner bewusst nicht abbildet.

Wann verdoppelt sich Ihr Kapital?

Nach der 72er-Regel verdoppelt sich Ihr Kapital nach ungefähr 72 geteilt durch den Zinssatz Jahren. Bei 5 Prozent sind das 72 geteilt durch 5 = 14,4 Jahre. Die Gegenprobe im Rechner bestätigt die Faustregel: 10.000 Euro ohne weitere Einzahlung wachsen bei 5 Prozent monatlicher Verzinsung nach 14 Jahren auf 20.108 Euro.

Die 72er-Regel ist eine Näherung, kein Gesetz. Sie ist im Bereich zwischen 4 und 10 Prozent sehr genau und wird an den Rändern ungenauer. Für einen schnellen Überschlag im Kopf reicht sie: 3 Prozent verdoppeln in 24 Jahren, 6 Prozent in 12 Jahren, 9 Prozent in 8 Jahren.

Zinssatz p. a.Verdopplung nach 72er-RegelEndkapital nach 20 Jahren (10.000 € + 200 €/Monat)
1 %72 Jahre65.325,26 €
3 %24 Jahre83.867,95 €
5 %14,4 Jahre109.333,14 €
7 %10,3 Jahre144.572,72 €

Zwischen 1 Prozent und 7 Prozent liegen im Endkapital 79.247 Euro, bei exakt gleicher Einzahlung von 58.000 Euro. Der Zinssatz entscheidet über den Zinsertrag, nicht über Ihre Sparleistung.

Warum ist die Laufzeit der stärkste Hebel?

Die Laufzeit wirkt exponentiell, die Sparrate nur linear. 200 Euro monatlich bei 5 Prozent ergeben nach 20 Jahren 82.207 Euro, nach 40 Jahren aber 305.204 Euro. Sie zahlen doppelt so lange ein, erhalten aber fast das Vierfache.

LaufzeitEingezahltEndkapitalZinsanteil am Endkapital
10 Jahre24.000,00 €31.056,46 €23 %
20 Jahre48.000,00 €82.206,73 €42 %
30 Jahre72.000,00 €166.451,73 €57 %
40 Jahre96.000,00 €305.204,03 €69 %

Nach 40 Jahren stammen 69 Prozent des Vermögens aus Zinsen und nur 31 Prozent aus eigener Einzahlung. Deshalb ist ein früher Start wertvoller als eine hohe Rate: Zehn verlorene Jahre am Anfang lassen sich später kaum durch mehr Sparen aufholen. Wie viel Rate Sie für ein konkretes Ziel brauchen, rechnet der Sparziel-Rechner rückwärts aus.

Der Rechner bietet zusätzlich eine Dynamik an, mit der Ihre Sparrate jedes Jahr steigt. Eine Dynamik von 2 Prozent bringt im Beispiel 14.465 Euro mehr Endkapital, obwohl Sie nur 10.314 Euro mehr einzahlen. Den Rest erledigt wieder der Zinseszins.

Was gilt beim Zinseszins mit ETF und Fonds?

Bei thesaurierenden Fonds zahlen Sie schon während der Laufzeit Steuer auf die Vorabpauschale, obwohl kein Geld ausgeschüttet wird. Grundlage 2026 ist ein Basiszins von 3,20 Prozent, den das Bundesfinanzministerium mit Schreiben vom 13. Januar 2026 bekannt gegeben hat.

Der Basisertrag ist der Rücknahmepreis zum Jahresanfang mal 70 Prozent des Basiszinses (§ 18 Abs. 1 InvStG). Bei 10.000 Euro Fondsanteilen sind das 10.000 mal 3,20 Prozent mal 0,7 = 224 Euro. Nach 30 Prozent Teilfreistellung für Aktienfonds (§ 20 InvStG) bleiben 156,80 Euro steuerpflichtig, darauf 26,375 Prozent ergeben 41,36 Euro Steuer.

Die Vorabpauschale für 2026 gilt erst am 4. Januar 2027 als zugeflossen (§ 18 Abs. 3 InvStG), und sie fällt nur an, wenn der Fonds im Jahr auch tatsächlich im Wert gestiegen ist. Solange Ihr Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro reicht, zahlen Sie darauf keinen Cent. Die genaue Berechnung für Ihren Bestand macht der Vorabpauschale-Rechner.

Welche Fehler kosten beim Zinseszins am meisten?

Der teuerste Fehler ist der vergessene Freistellungsauftrag: Ohne ihn zieht die Bank ab dem ersten Euro Ertrag 26,375 Prozent ab, obwohl 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei wären. Das kostet bis zu 264 Euro Steuer im Jahr, die Sie sich erst über die Steuererklärung zurückholen müssen. Bei mehreren Banken verteilen Sie den Pauschbetrag anteilig.

Der zweite Fehler ist die vergessene Inflation. 109.333 Euro in 20 Jahren sind bei 2 Prozent jährlicher Teuerung nur rund 73.600 Euro heutiger Kaufkraft. Der Rechner arbeitet mit nominalen Beträgen; was davon real übrig bleibt, zeigt der Inflationsrechner. Als Faustregel: Ziehen Sie die Inflationsrate vom Zinssatz ab, dann rechnen Sie real.

Der dritte Fehler ist ein zu optimistischer Zinssatz. 5 Prozent sind für einen breit gestreuten Aktienfonds über lange Zeiträume eine gängige Annahme, für Tagesgeld sind sie es nicht. Rechnen Sie im Zweifel mit einem Prozentpunkt weniger und prüfen Sie, ob Ihr Plan dann noch trägt.

Vierter Punkt: Der Zinseszins wirkt in beide Richtungen. Bei einem Kredit arbeitet derselbe Mechanismus gegen Sie, weshalb Sondertilgungen oft mehr bringen als paralleles Sparen; die Zahlen dazu liefert der Kredit-Rechner. Und wer sein Kapital später planvoll aufbraucht, statt es weiter wachsen zu lassen, kalkuliert die Entnahme mit dem Entnahmeplan-Rechner und schließt seine Lücke im Alter mit dem Rentenlücken-Rechner.

Quellen

Jede Zahl dieses Rechners folgt diesen amtlichen Veröffentlichungen.

Fachlich geprüfte Berechnung

Alle Sätze und Formeln dieses Rechners folgen den amtlichen Veröffentlichungen für das Steuerjahr 2026 (siehe Quellen) und werden nach jeder Gesetzesänderung aktualisiert. Mehr dazu: So rechnen wir und unsere redaktionellen Standards.

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Häufige Fragen

1Wie viel werden aus 10.000 Euro in 20 Jahren?

Aus 10.000 Euro werden bei 5 Prozent Zins in 20 Jahren 26.533 Euro, ganz ohne weitere Einzahlung. Zahlen Sie zusätzlich 200 Euro monatlich ein, sind es 109.333 Euro. Von diesem Endkapital stammen 51.333 Euro aus Zinsen und Zinseszinsen, eingezahlt haben Sie nur 58.000 Euro.

2Wie viel Steuern zahle ich auf Zinsen 2026?

Auf Kapitalerträge fallen 25 Prozent Abgeltungssteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag an, zusammen 26,375 Prozent (§ 32d Abs. 1 EStG). Steuerfrei bleiben 1.000 Euro Erträge pro Jahr, bei Ehepaaren 2.000 Euro. Bei 1.500 Euro Zinsen zahlen Sie also nur auf 500 Euro Steuer, das sind 131,88 Euro.

3Was ist die 72er-Regel beim Zinseszins?

Die 72er-Regel schätzt die Verdopplungszeit: 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt die Jahre bis zur Verdopplung. Bei 5 Prozent sind das 14,4 Jahre, bei 6 Prozent 12 Jahre, bei 3 Prozent 24 Jahre. Die Näherung ist zwischen 4 und 10 Prozent sehr genau und ersetzt keine exakte Rechnung.

4Brauche ich einen Freistellungsauftrag für Zinsen?

Ja, sonst zieht die Bank ab dem ersten Euro Ertrag Steuer ab (§ 44a Abs. 1 EStG). Mit Freistellungsauftrag bleiben 1.000 Euro pro Jahr und Person steuerfrei, das spart bis zu 264 Euro Steuer jährlich. Bei mehreren Banken verteilen Sie den Betrag, die Summe aller Aufträge darf 1.000 Euro nicht übersteigen.

5Zahle ich bei einem thesaurierenden ETF jedes Jahr Steuern?

Ja, aber 2026 nur 41,36 Euro je 10.000 Euro Anteile. Besteuert wird allein die Vorabpauschale: Basiszins 3,20 Prozent mal 70 Prozent ergibt 224 Euro Basisertrag, nach 30 Prozent Teilfreistellung bleiben 156,80 Euro steuerpflichtig (§ 18 InvStG). Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro deckt das meist ab.

6Warum ist früh anfangen wichtiger als viel sparen?

200 Euro monatlich bei 5 Prozent ergeben nach 20 Jahren 82.207 Euro, nach 40 Jahren aber 305.204 Euro. Sie zahlen doppelt so lange ein und bekommen fast das Vierfache, weil die Laufzeit exponentiell wirkt und die Sparrate nur linear. Nach 40 Jahren sind 69 Prozent des Vermögens reiner Zinsertrag.

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